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Geschichte des Kletterturms

Es fing alles im Januar 2007 an, als Dirk Fischer und ich, David Heun, angesprochen wurden, beim Projekt Stadtteilbotschafter der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main mitzuwirken. Bei diesem Stipendienprogramm handelt es sich um junge Menschen, die in ihrem Frankfurter Stadtteil ein Projekt verwirklichen wollen, welches zum einen finanziell, andererseits aber auch durch eine Reihe von Qualifizierungsseminaren und eine intensive Betreuung durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main gefördert werden.

Wir kamen relativ schnell auf die Idee, einen Kletterturm in Nieder-Erlenbach zu bauen und bewarben uns bei der Stiftung, die unser Projekt "Klettern hoch Frankfurt" unterstützen wollte.

Doch zuerst musste ein Platz gefunden werden, auf dem wir ein solches Projekt verwirklichen können. Als geeigneter Ort bot sich der Sportplatz an und es wurde ein Kooperationsvertrag mit der TSG 1888 Nieder-Erlenbach e.V. geschlossen.

In unserer finanziellen Vorstellung gingen wir zunächst von 16.000 Euro aus, die der Kletterturm kosten könnte. Aber nach ersten konkreten Angeboten, die wir einholten, merkten wir schnell, dass unser Projekt hauptsächlich aus Fundraising bestand. Die Angebote reichten von 65.000 Euro bis sogar 210.000 Euro! Wir entschieden uns für die Variante einer Frankfurter Firma für 96.000 Euro mit der Option - falls die Summe nicht zusammenkommt - den Turm kleiner zu bauen.

Aller Anfang ist schwer! Wir gestalteten eine Präsentationsmappe, stellten ein Bauantrag, ließen von einem Architekturstudenten ein Modell bauen, kreierten Flyer und machten bei Festen Werbung für das Projekt.

Im Sommer 2008 stellte sich für uns die Frage: Geben wir uns mit der bis dahin zusammengekommenen Summe von knapp 50.000 Euro zufrieden oder gehen wir weiter auf Sponsorensuche. Obwohl Dirk zu diesem Zeitpunkt seinen Wehrdienst antrat, entschieden wir uns dafür, bei unserem ursprünglichen Plan und Traumzu bleiben und die Zielmarke von 96.,000 Euro anzustreben.

Wir stellten einen Antrag beim Hessischen Ministerium des Innern und für Sport um einen Zuschuss. Am 19.12.08 kam ein Vertreter des Ministeriums nach Nieder-Erlenbach, um uns einen Scheck über 30.000 Euro zu überreichen.

Am 3.April 2009 rollten ein großer Bagger und ein noch größerer Traktor an und die Arbeiten begannen! Aber wie das nun mal bei einem Bau so ist, auch hier gab es unerwartete Schwierigkeiten. An der Stelle, wo das Fundament hinsollte, sammelte sich nach kurzer Bauaktivität Grundwasser! Also Baustop! Die Betonmischer wurden wieder abbestellt und ein Bodengutachten musste herbei.

Nachdem der Sachverhalt geklärt werden konnte, gossen wir am 21.4.09 schließlich 17 m3 Beton in das Fundament. Nun ginges zügig vorran.

Am 27.4.09 begann die Kletterturmfirma T-Wall, den lang ersehnten Turm zu bauen.

Mit großer Eigenleistung wurden alle 600 Griffe an den Kletterturm geschraubt. Tagsüber arbeiteten die Mitarbeiter von T-Wall an den Feinheiten des Turmes, nachts nutzten wir mit netten Helfern bei Scheinwerferlicht bis teilweise halb 3 Uhr in der Frühe die Hebebühne, um die Klettergriffe anzubringen!

In den letzten Tagen vor der Einweihung wurde dann noch ein Zaun um den Kletterturm gebaut, sodass nach 2,5 Jahren Arbeit der komplette Turm nun fertig ist und auch fleißig genutzt werden kann.

 

Nachtrag von Peter Kreutz:

2014 erhielten die Kletterer EUR 15.000,- aus dem Vermächtnis einer verstorbenen Dame. Dieses Geld sollte der Jugendarbeit der Abteilung Klettern zu Gute kommen. Die seinerzeitige Abteilungsleitung hatte die Idee, neben dem Kletterturm einen Boulderblock zu errichten. Ende September 2018, wurde der Boulderblock eröffnet. So setzt eine neue Generation die Geschichte von David Heun und Dirk Fischer fort.